Gerd Pechstein

Zeichner & Maler

Technisches Haus © Gerd Pechstein
Marschland © Gerd Pechstein

Vita Gerd Pechstein

Gerd Pechstein, geboren 1942 in Geithain/Sachsen, hatte seit Kindheitstagen immer den Hang zum Bildnerischen.

Die Eltern stammten beide aus bäuerlichen Verhältnissen. Die Mutter malte Blumen in Aquarell. Der Vater war von Beruf Zimmermann und Fleischer, dann bei der Reichsbahn auf einem Stellwerk tätig. Er übernahm in den 50er Jahren einen einsamen Bauernhof, um unabhängig zu sein. Er wurde aber Schritt für Schritt enteignet.

Der Großvater mütterlicherseits (Bauer) gestaltete unter anderem in diesen Notzeiten Postkarten auf Karton mit Buntstift.

Kindheit in Sachsen

In den Jahren der Schulzeit wurde die Umgebung erkundet, zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Man nutzte den Freiraum, der damals für Kinder noch ziemlich groß war. Das Interesse galt den Bächen und Teichen, man ging in die Wälder. Ausgedehntere Touren verschafften nachhaltige Eindrücke von Landschaften, Städten, Dörfern und Menschen bei der Arbeit in Werkstätten, auf den Feldern und in der Industrie. Das floss alles in das Gedächtnis ein.

Der Fokus lag auf dem Kleinen und Überschaubaren.

Beruflicher Werdegang

Nach der Pflichtschule Drechslerhandwerk, Arbeitsplätze in Geithain, Naumburg an der Saale; nach Verlassen der DDR Drechsler in Bremen, Stuttgart und Wien, Deko-Maler auf Kacheln bei der Wienerberger, dann Maturaschule Roland (Abendstudium), Wechsel in den Orgelbau, Gesellenprüfung im Orgelbau und Matura im Jahre 1967, anschließend Pädagogische Akademie der Erzdiözese in Wien. Danach Lehrer in Oberösterreich. 1985 Gründung einer Werkstatt für Cembalobau. Bis zur Pensionierung entstanden an die 70 Tasteninstrumente, wie Clavichorde, Spinette, Cembali, ein paar Kleinorgeln. Musikalisch pflegt Gerd Pechstein das Spiel auf der Viola da Gamba und musiziert im privaten Bereich bevorzugt Barockmusik.

Der Weg zum Bildnerischen

Die nötigen farbigen Fassungen der historischen Instrumentenkopien besorgte er selbst, von Marmorierungen etc. bis hin zu Deckelgemälden. Da blieb es nicht aus, sich der Zeichnung zuzuwenden, die nur dem rein Bildnerischen verpflichtet war. Es folgten Aquarelle, Gouachen und schließlich Ölmalereien.

Die Bildinhalte, aus Versatzstücken der Realität, erschließen sich dem Betrachter meist in sehr individueller Deutung